OSTERN

Ostern ist das höchste Fest im Jahr. Wir feiern die Auferstehung Jesu vom Tod.
Wir freuen uns darüber, dass Jesus lebt und nicht mehr sterben wird.
In der Osternacht wird die Osterkerze angezündet und das Taufwasser geweiht.
Wir denken dabei, dass wir Kinder Gottes sind und Gott uns auch nicht bei den Toten lässt.


Ostern – Aus dem Johannesevangelium

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben.
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab.
Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein.
Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte;
es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.
Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte,
beugte sie sich in die Grabkammer hinein.
Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.
Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du?
Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbu?ni!, das heißt: Meister.

Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Magdala kam zu den Jüngern
und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

Was wir tun können:

Osterwunschbaum gestalten
Male bunte Eier auf ein Blatt Papier und schreib darauf Wünsche, die man mit Geld nicht erfüllen kann:
Zum Beispiel: Ich wünsche mir, dass … wieder gesund wird.
Ich wünsche mir, dass wir ein lustiges Spiel spielen.
Ich wünsche mir, …

Diese Eier schneide dann aus und hänge sie auf einen Zweig oder wenn du keinen Osterstrauch daheim hast, an die Tür.

Osternester backen
Zutaten:
200 g Magertopfen
8 EL Öl
8 EL Milch
100 g Zucker
1 Ei
400 g Mehl
1 Prise Salz
1 Päckchen Backpulver
1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung:
Alle Zutaten der Reihe nach mit dem Handrührgerät und den Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Der Teig lässt sich ähnlich wie Germteig verwenden.
Zöpfe oder Nester formen und flechten, mit dem verquirlten Ei bestreichen im Backofen bei 200° ca. 20 Minuten backen.
Die Menge reicht für etwa 10-12 Nester

Osterbräuche:

Osterkerze – sie ist ein Symbol für das Leben, für den Sieg über den Tod, aber auch für die Hoffnung, aus der wir leben. In der Osternacht wird sie am Osterfeuer angezündet und dann feierlich in die dunkle Kirche getragen: Christus, das Licht!
Symbole der Kerze:
Kreuz: ein Symbol der Hoffnung und der Erlösung. Die Balken stellen auch die Verbundenheit Gottes mit den Menschen dar.
Wachsnägel: erinnern an die Wundmale Christi
Jahreszahl – Jesus lebt auch heute – in uns und durch uns.
Die griechischen Buchstaben Alpha und Omega: Zeichen dafür, dass Gott und Christus das Leben der ganzen Welt von Anfang bis Ende umfassen.

Osterhase
Er ist das bekannteste Ostertier. Wie er zum Osterhasen wurde, ist nicht eindeutig belegt. Zum Symbol für das Leben wurde er, weil Hasen mehrmals im Jahr Junge bekommen. Die andere Erklärung ist, dass man früher glaubte, dass Hasen niemals schlafen, weil sie keine Augenlider haben. So sei er immer wach, so wie Jesus immer lebendig ist.

Ein fast in Vergessenheit geratener Brauch ist das Osterlachen:
Im Gottesdienst erzählte der Pfarrer während der Predigt eine Geschichte, einen Witz, um die Gemeinde zum Lachen zu bringen. Das Lachen sollte sinnbildlich auch die Niederlage des Teufels an Ostern verdeutlicht werden – der Teufel wurde quasi ausgelacht.